Story Points

Welche Vorteile bringen Story Points?

Das Schätzen mit Story Points ist eine agile Schätztechnik die sich in der agilen Scrum Welt als Alternative zum Schätzen in Tagen oder Monaten durchgesetzt hat.

Wir schätzen nicht in Tagen oder Monaten, sondern bewusst mit einer relativen Einheit, eben dieser Story Points, basierend auf der Fibonacci Methode, also 1 – 2 – 3 – 5 – 8 – 13 – 21 - 34 – 54  … also einer Methode die aus dem Wachstum der Natur abgeleitet ist. Je weiter man mit der Folge fortschreitet, desto größer werden die Abstände der Zahlen.

Das Schätzen mit Story Points bringt folgende Vorteile:

  1. Neben dem Aufwand betrachten wir mit den Story Points auch die Komplexität, das Risiko und die mit der Umsetzung verbundenen Unsicherheit. Es geht ganz klar um mehr als nur um Aufwand.
  2. Wir täuschen keine Genauigkeit vor, die es nicht gibt! Die Nutzung der Fibonacci Zahlenreihe zeigt durch Ihre Abstände auf, dass wir Ungenauigkeiten bewusst in Kauf nehmen und nicht wie bei Aufwandsschätzungen in Monaten eine Genauigkeit vorgaukeln, die es tatsächlich nicht gibt. 
  3. Wir bekommen durch diese Methode für das Development Team oder Feature Team eine Velocity pro Sprint. Nur mithilfe dieser Velocity können wir Vorhersagen auf Team Ebene treffen, wie der weitere Weg insbesondere bei Releases aussehen kann.
  4. Story Points sind immer Schätzungen des Teams u. nicht einer einzelnen Person. Damit werden auch Erfahrungsunterschiede ausgeglichen, die es bei einer Aufwandsschätzung in Tagen nicht gibt. Ein erfahrender Profi Entwickler braucht für eine komplexe Arbeit vielleicht 10 Tage, während der Junior Entwickler 30 Tage dafür brauchen würde.
  5. Beim Schätzen mit Story Points muss nie ein Einzelner Rechenschaft ablegen, warum er länger braucht. Also erstmal kein Rechtfertigungsdruck für das Team und die Team-Mitglieder.