Agile SAP Projekte mit Scrum Master, Product Owner und Projektleiter?

So wie in jedem Team-Sport braucht auch im Business jeder seine Rolle!

Hat der klassische Projektleitert in den agilen SAP Projekten ausgedient?

Nach der reinen Scrum Lehre gibt es ihn gar nicht mehr.

Dennoch ist er in unseren agilen SAP Projekten oft präsent, es geht oft nicht ohne einen Projektleiter.

Sämtliche Aufgaben von der Ausschreibungserstellung, der Auftragserteilung und der Budgetüberwachung usw. liegen in seiner Hand. In Zeiten einer strengen AÜG Überwachung hat der externe Scrum Master in agilen SAP Projekten mit allen Euro Beträgen nichts zu tun.

Der Scrum Master ist der Moderator, er leitet die täglichen Update-Meetings (Daily SCRUM oder auch Daily Stand up genannt), der SCRUM Master sorgt für ein störungsfreies Arbeiten und beseitigt die Störungen zusammen mit dem Projektleiter. Wenn Konflikte entstehen, dann unterstützt er das SCRUM Team, das agile SAP Team bei der Einigung und Lösungsfindung ohne Entscheidungen und Lösungen vorzugeben.

Durch eine werteorientierte Projektvorgehensweise in den agilen SAP Projekten findet das agile Team / das Scrum Team die Lösung zu Konflikten selbst.

Diese Art der Aufgabenteilung des Scrum Master und des Projektleiters setzt eine moderne Unternehmenskultur voraus, bei der agile Arbeitsmethoden unterstützt und wertgeschätzt werden, bei der die Transparenz und der Projektfortschritt jederzeit am Task Board / SCRUM Board und dem Burn-Down-Chart ablesbar sind.

In dieser neuen Kultur gehören Aufwandschätzungen in Personentagen und eine Change Request Betrachtung durch den Projektleiter der Vergangenheit an. Ein CR wird durch eine neue User Story abgebildet, verbunden mit der Frage „Was bringt’s“.

Das agile SAP Team stellt sich die Frage, „Wie komplex ist die Aufgabe, wie viele Story Points benötigen wir“.

Die werteorientierte Unternehmensführung nach Ingo Lanzdorf, unserem langjährigen Management Trainer und Berater, schafft für Management Teams die Rahmenbedingungen um Spitzenleistungen zu erbringen. Wir nutzen genau diese Werteorientierung für das Projektmanagement.

Auch hier - oder gerade hier - erwarten wir von unseren Projekt Teams Höchstleistungen. Nur wenn es uns gelingt, als Projektleiter, als agiler Coach oder auch als Scrum Master, innerhalb unserer Teams ein Vertrauensklima zu schaffen und eine Feedbackkultur aufzubauen, die innerhalb des Teams für eine Verbundenheit, für Vertrauen und Nähe sorgt, nur dann können sich die viralen Effekte im Team entwickeln und das Team kann die geforderten Spitzenleistungen erbringen.

Wir nutzen dabei die von Ingo Lanzdorf entwickelte Methodik ZAV, um ziel- und aufgabenorientiert in allen unseren Handlungen, Besprechungen und Workshops vorzugehen:

  • Situation analysieren
  • Ziel formulieren
  • Vorgehen planen
  • Aufgaben auszuführen
  • Ergebnis kontrollieren.

Wir brauchen aber noch mehr als die ZAV Methodik.

Wir brauchen die oben genannte und angesprochene Feedback Kultur mit den folgenden vier Elementen einer effizienten Kommunikation und Gesprächsführung:

  • Stellung beziehen
    • Kommen die Einstellungen klar und deutlich zum Ausdruck?
  • Aktiv zuhören
    • Sichern Sie die Qualität durch Reformulierungen ab.
  • Grenzen ziehen
    • Halten sich alle an die Regeln, wird auf Abweichungen hingewiesen?
  • Rückmeldung geben
    • Gelingt es den Teilnehmern bei Rückmeldungen immer sachlich zu bleiben? Werden Rückmeldungen als Hilfestellungen angenommen?